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John Deere Technologiestandort in Kaiserslautern

Kaiserslautern wird neuer Technologiestandort für John Deere

Kaiserslautern, 3. September 2008 – Im Rahmen seiner europaweiten Wachstumsinitiativen will Deutschlands größter Landtechnikhersteller John Deere in Kaiserslautern ein europäisches Technologie- und Innovationszentrum einrichten. An dem künftigen Standort im Kaiserslauterer PRE-Park, unmittelbar am BAB Kreuz der A 6 / A 63, soll dazu auf einer Fläche von 11.000 qm ein dreigeschossiges Gebäude entstehen, in dem bis zu 200 Mitarbeiter Platz finden werden. Der Bezug des Gebäudes ist für das Frühjahr 2010 vorgesehen.

"Zur Stärkung unserer Innovationskraft setzen wir auf die Nähe zum Hochschulstandort Kaiserlautern und seine benachbarten Forschungsinstitute", so Markwart von Pentz, Präsident der Landtechniksparte von John Deere und zuständig für den Bereich Europa, Afrika und Südamerika. "Der Standort Kaiserlautern bietet alles, was wir an Informations- und Kommunikationstechnologien für die Entwicklung von intelligenten Systemen in der Landtechnik benötigen. Zudem liegt Kaiserlautern strategisch günstig zwischen unseren beiden Produktionsstandorten Mannheim und Zweibrücken, einmal ganz abgesehen von der Nähe zum Flughafen Frankfurt."

Das neue Europäische Technologie- und Innovations-Centrum (ETIC) von John Deere vollzieht den Schulterschluss zwischen bereits bestehenden ähnlichen Einrichtungen in den Vereinigten Staaten und in Indien. Das ETIC in Kaiserlautern wird zunächst von der John Deere AMS-Gruppe (Agrar-Management-Systemlösungen) bezogen, die sich vor allem mit innovativen Lösungen für die Präzisionslandwirtschaft beschäftigt. Zu den Aufgaben dieses Arbeitsbereiches gehört unter anderem die Weiterentwicklung von satellitengestützten Lenksystemen, Telemetrielösungen, aber auch von Dokumentationssystemen für die Erfassung von Erträgen, Feuchtegehalten und Inhaltsstoffen auf Erntemaschinen. Bisher wurden diese Lösungen im Multimedia Internet Park (MIP) in Zweibrücken entwickelt, der aber angesichts des raschen Wachstums der AMS-Gruppe und eines sich verändernden Anforderungsprofils keine hinreichenden Expansionsmöglichkeiten mehr bietet.

"Haupt-Treiber dieser Entwicklungen sind neben stringenter werdenden gesetzlichen Regelungen bei der Erzeugung von Nahrungsmitteln und Bioenergie vor allem erforderliche Produktivitätssteigerungen durch den Einsatz intelligenter Technologien in der Landtechnik", so Dr. Thomas Engel, Geschäftsführer der John Deere AMS-Gruppe in Europa.

Als Beispiele nannte Engel bereits im Markt eingeführte Lösungen wie das satellitengesteuerte Lenksystem "AutoTrac" auf Mähdreschern aus Zweibrücken in Kombination mit "HarvestSmart". Bei stets voller Arbeitsbreite regeln diese Systeme automatisch die Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine anhand ihrer tatsächlichen Auslastung. Damit kann der Mähdrescher stets an der Obergrenze seiner Leistungsfähigkeit operieren. Für die in Zweibrücken gebauten Feldhäcksler, die Gras, Getreide und Mais als Viehfutter aber auch zur Energiegewinnung in Biogasanlagen bergen, hat die AMS-Gruppe einen Nah-Infrarot-Sensor entwickelt, der die Feuchtigkeit des Erntegutes misst und anhand dieser Daten die optimale Schnittlänge automatisch regelt.

Eine weitere bedeutende Aufgabe ist die Herstellung der Kompatibilität von Anwendungen, die auf dem heutigen amerikanischen GPS-System basieren, mit anderen Satelliten-Systemen wie GLONASS (Russland) oder Galileo (Europäische Union). Zu den künftigen Aufgaben des John Deere ETIC wird auch die Erarbeitung von neuen Entwicklungsmethoden und von Systemen zur Rückverfolgbarkeit in der Nahrungsmittelproduktion gehören.

Bei all diesen Aufgaben sind Institute der Universität Kaiserslautern und die Fraunhofer- Institute mit dem Innovationscluster ‚Digitale Nutzfahrzeugtechnologie’ wertvolle Entwicklungspartner.

"Die Entscheidung für Kaiserlautern und den PRE-Park, dessen Betreiber sich als profunde Partner für dieses Projekt erwiesen haben, bekundet auch unsere Wertschätzung für Rheinland-Pfalz als Technologiestandort mit Zukunft. Denn parallel zum ETIC wird John Deere auch weiterhin in die John Deere Werke Zweibrücken und seine dortige Produktentwicklung investieren", so von Pentz.

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